DSWV legt detaillierte Zahlen zu erwarteten Wettumsätzen bei der FIFA-WM 2026 vor

Der Deutsche Sportwettenverband DSWV hat seine Einschätzung zum Wettvolumen während der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 veröffentlicht und geht von einem Gesamtumsatz von knapp einer Milliarde Euro in Deutschland aus, während lizenzierte Anbieter zwischen 600 und 700 Millionen Euro abwickeln sollen und bis zu 400 Millionen Euro auf illegale Plattformen abfließen könnten. Diese Prognose bezieht sich auf das Turnier, das in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko stattfindet, und stützt sich auf die erwartete hohe Nachfrage nach Wetten auf Begegnungen mit deutschen Mannschaften.
Mathias Dahms als Präsident des Verbands hob hervor, dass Spiele mit Beteiligung deutscher Teams traditionell besonders hohe Wettaktivitäten auslösen, und er wies auf die Chancen hin, die sich daraus für den regulierten Markt ergeben. Gleichzeitig werden anhaltende Risiken durch den Schwarzmarkt thematisiert, wobei eine aktuelle Untersuchung der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder GGL eine Kanalisierungsrate von 77 Prozent im legalen Bereich feststellt.
Die Kernzahlen der Prognose im Überblick
Die Schätzung des DSWV umfasst ein Gesamtvolumen von fast einer Milliarde Euro, wobei der Anteil der lizenzierten Anbieter auf 600 bis 700 Millionen Euro beziffert wird, während der Rest von bis zu 400 Millionen Euro potenziell in den illegalen Bereich wandern könnte. Solche Aufteilungen ergeben sich aus bisherigen Beobachtungen zu internationalen Großereignissen und berücksichtigen sowohl die Nachfrage als auch die Verfügbarkeit regulierter Angebote. Die Zahlen beziehen sich ausschließlich auf Sportwetten und lassen die breiteren Entwicklungen im Glücksspielmarkt außer Acht.
Stellungnahme des Verbandspräsidenten Mathias Dahms
Mathias Dahms betonte in seiner Einschätzung die Bedeutung von Begegnungen mit deutschen Teams für die Wettaktivität und sprach von konkreten Möglichkeiten, die sich für legale Anbieter während des Turniers eröffnen. Dabei wurde auf die Notwendigkeit verwiesen, bestehende Rahmenbedingungen zu nutzen, um den legalen Markt zu stärken. Die Aussagen des Präsidenten basieren auf internen Analysen des Verbands und früheren Erfahrungen mit vergleichbaren Veranstaltungen.
Die Prognose fällt in eine Phase, in der die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder bereits im März 2026 eine Studie vorgelegt hat, die eine Kanalisierungsrate von 77 Prozent für den legalen Markt ermittelte und damit den Anteil illegaler Angebote auf 23 Prozent bezifferte. Solche Daten dienen als Grundlage für weitere Bewertungen der Marktentwicklung und zeigen, wie sich Wetten auf Großereignisse auf die Verteilung zwischen regulierten und nicht regulierten Plattformen auswirken können.
Aktuelle Rahmenbedingungen und Marktanteile
Die Erwartungen des DSWV konzentrieren sich auf die Zeit des Turniers im Jahr 2026, wobei Juni als relevanter Monat für erste Hochrechnungen genannt wird. In diesem Zusammenhang werden sowohl die potenziellen Umsätze als auch die Risiken durch unregulierte Angebote regelmäßig diskutiert. Die Studie der GGL liefert hierzu verlässliche Orientierungswerte, die auf empirischen Erhebungen beruhen und die Verteilung der Wettaktivitäten abbilden.

Beobachter des Sektors verweisen darauf, dass hohe Aktivitäten bei Spielen mit deutscher Beteiligung bereits in der Vergangenheit zu spürbaren Volumensprüngen geführt haben. Die aktuelle Prognose baut auf diesen Mustern auf und berücksichtigt zusätzlich die geografische Ausweitung des Turniers auf drei Gastgeberländer. Dadurch ergeben sich erweiterte Optionen für Wettende, die sich auf verschiedene Begegnungen konzentrieren können.
Entwicklungen im legalen und illegalen Segment
Der Anteil von bis zu 400 Millionen Euro, der auf illegale Plattformen entfallen könnte, wird als Hinweis auf anhaltende Herausforderungen im Schwarzmarkt gewertet. Gleichzeitig zeigt die 77-prozentige Kanalisierungsrate der GGL-Studie, dass der Großteil der Aktivitäten bereits über legale Kanäle läuft. Diese Relationen bleiben während der WM voraussichtlich relevant und beeinflussen die Planungen der lizenzierten Anbieter.
Der DSWV sieht in den erwarteten Umsätzen eine Chance, bestehende Strukturen weiter auszubauen und die Position des regulierten Marktes zu festigen. Die Prognose dient dabei als Orientierung für kommende Monate und liefert Zahlen, die auf früheren Erhebungen und aktuellen Trends basieren.
Zusammenfassung der zentralen Erkenntnisse
Die Veröffentlichung des DSWV liefert eine konkrete Einschätzung zum Wettvolumen bei der FIFA-WM 2026 und verbindet diese mit Hinweisen auf den Präsidenten Mathias Dahms sowie auf die GGL-Studie mit ihrer 77-Prozent-Kanalisierungsrate. Die genannten Beträge von knapp einer Milliarde Euro Gesamtvolumen, 600 bis 700 Millionen Euro für legale Anbieter und bis zu 400 Millionen Euro für den illegalen Bereich bilden die Grundlage für weitere Diskussionen im Sektor. Solche Daten ermöglichen eine faktenbasierte Bewertung der Marktentwicklung während des Turniers in den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko.